Allgemein

Slow Fashion Marken

Was ist Slow Fashion?

Slow Fashion Marken entsagen dem Spiel von ständig wechselnden Trends und billigen Klamotten, die schon in der nächsten Saison aus der Mode sind. Stattdessen setzen diese Labels auf hochwertige Kleidungsstücke, die langlebig und vielseitig kombinierbar sind.

Der Begriff Slow Fashion wurde von Kate Fletcher vom Centre for Sustainable Fashion geprägt. Sie verglich die Veränderungen in der Modebranche mit der Slow-Food-Bewegung. Wie bei Slow Food geht es bei Slow Fashion um eine Entschleunigung der Modebranche mit dem Ziel die Herstellung von Kleidung nachhaltiger und fairer für Menschen, Tiere und die Umwelt zu gestalten.

Slow Fashion vs Fast Fashion

Slow Fashion ist als Antwort auf das Fast Fashion Modell zu verstehen, das vor rund 20 Jahren entstand. War Kleidung früher einmal einfach nur Kleidung, so ist die Modebranche heute eine Industrie, die immer neue Trends schafft, damit Menschen mehr Klamotten kaufen als sie brauchen, weil sie ihre alten nicht mehr cool genug finden.

In der Fast Fashion Welt muss Kleidung muss schnell und kostengünstig entworfen und hergestellt werden, damit die Kunden die neuste Mode schon bald billig kaufen können. Niedrige Preise sind wichtig, weil sich die Modetrends schnell ändern: Was gestern in war, ist heute schon wieder out und wandert in den Müll.

Damit sich der normale Verbraucher leisten kann, jeden Trend mitzumachen, muss Mode extrem günstig werden. Eingekauft wird bei dem Zulieferer, der die günstigsten Konditionen bietet. Wie es den Menschen geht, die in diesem Färbereien, Nähereien oder auf den Baumwollplantagen arbeiten, unter welchen Bedingungen sie arbeiten und ob ihr Lohn ausreicht, um menschenwürdig zu leben, ist dabei egal.

Slow Fashion ist damit mehr als einfach nur fairer Arbeitsbedingungen und Biozertifizierung. Denn auch wenn man fair und umweltfreundlich produziert, kann man das Spiel der schnell wechselnden Kollketionen und Trends mitspielen.

Daran erkennt man Slow Fashion Marken:

  • Mode hergestellt aus hochwertigen, nachhaltigen Materialien
  • Wenige, spezifische Styles pro Kollektion
  • nur wenige Kollektionen pro Jahr
  • teilweise verzicht auf Kollektionen
  • oft Fokus auf Capsule Wardrobe und hohe Kombinierbarkeit

Re-Use

Ein wichtiger Aspekt der Slow Fashion Bewegung ist auch Second Hand Mode. Ganz im Sinne der Zero Waste Gedankens soll Kleidung möglichst wiederverwertet werden. Im Internet gibt es mittlerweile zahlreiche Kleidertausch- und Secondhandplattformen oder die Möglichkeit Mode für bestimmte Anlässe zu mieten.

Slow Fashion Marken

Alle Marken, die du hier auf ORFAFA findest produzieren fair und nachhaltig. Hier stellen wir dir die Labels vor, die außerdem besonders den Slow Fashion Gedanken verwirklichen.

Armedangels

Armedangels gehören zu den Pionieren der deutschen Eco Fashion Labels. Schon seit 2007 produzieren die Kölner faire Biomode, die nicht öko aussieht. Der Fokus liegt auf zeitloser Mode. Nach eigenen Angaben machen Armedangels „ehrliche & faire Produkte ohne viel Klimbim“. Das Kölner Label ist Mitglied der Fair Wear Foundation. Ein Großteil der Kollektion ist GOTS zertifiziert und damit echte Biomode vom Anbau bishin zur Weiterverarbeitung. Neben Bio-Baumwolle, Bio-Wolle und Bio-Leinen verwendet die Marke auch andere nachhaltigen Materialien wie TENCEL Lyocell, LENZING ECOVERO und recyceltes Plastik. Armedangels verwendet außerdem auch Fairtrade Baumwolle.

Hessnatur

Bei Hessnatur gibt es Kollektionen nur zu den zwei Hauptsaisons. Bekannt ist die Marke vor allem für hochwertige Naturmode. Neben Biobaumwolle, Leinen und Hanf verarbeitet Hessnatur auch edle Materialien wie Alpaka Wolle und Merino Wolle, Kaschmir und Seide. Viele Kleidungsstücke sind GOTS zertifiziert und das Unternehmen ist Mitglied der Fair Wear Foundation.

HempAge

Seit 2009 Mitglied in der Fair Wear Foundation. Hanf ist von Natur aus pflegeleichter als Baumwolle und gedeiht ohne Pestizide und Herbizide.

People Tree

Die bekannte britische Fairtrade Modemarke ist . Seit 1991 arbeitet das Londoner Label kollaborativ mit Fair Trade Handwerkern und Bauern in Entwicklungsländern zusammen und ist Mitglied der World Trade Organsisation. Kleidung aus Baumwolle ist nach dem Bio-Standard GOTS und außerdem meist Fairtrade zertifiziert. Seit kurzem gibt es bei People Tree auch Mode aus Tencel.

Recolution

Recolution stellt seit 2010 nachhaltige, urbane Mode her. Die Klamotten bestehen aus nachhaltig herstellen GOTS zertifizierte Baumwolle und Tencel.

Schreibe einen Kommentar